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Finanzplatz Vaduz: Fokus auf Regulierung von Stablecoin-Emittenten
Liechtenstein arbeitet an strengen Richtlinien für Stablecoin-Emittenten, um Deckungspflichten und Rücktauschrechte am Finanzplatz Vaduz rechtlich abzusichern.
Die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht (FMA) und das Ministerium für Finanzen in Vaduz haben eine vertiefte Prüfung zur Regulierung von Stablecoin-Emittenten eingeleitet. Angesichts der steigenden Bedeutung von digitalen Währungen, die an den Schweizer Franken oder den Euro gekoppelt sind, strebt das Fürstentum eine rechtliche Vorreiterrolle an. Im Fokus steht dabei die Sicherstellung der vollen Deckung durch liquide Reserven und deren regelmässige Auditierung.
Rechtssicherheit für den Finanzplatz
Liechtenstein hat bereits mit dem Token- und VT-Dienstleistergesetz (TVTG) ein Fundament für die Token-Ökonomie geschaffen. Die aktuelle Initiative zielt darauf ab, die spezifischen Risiken von Stablecoins zu adressieren, insbesondere im Hinblick auf die Einlagensicherung und die Rücktauschrechte der Anleger. Transparenz bei den Reserve-Assets gilt als Kernpunkt der neuen Richtlinien. Finanzinstitute in Vaduz begrüssen diesen Schritt, da klare regulatorische Leitplanken die Attraktivität Liechtensteins für institutionelle Emittenten erhöhen.
Integration in den europäischen Rechtsraum
Die geplanten Massnahmen stehen in engem Zusammenhang mit der EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCA), die Liechtenstein als EWR-Mitglied implementiert. Dennoch sucht Vaduz nach Wegen, den Finanzplatz durch effiziente Aufsichtsprozesse und eine schnelle Zulassungspraxis abzuheben. Die Stabilität des Finanzplatzes Vaduz soll durch diese proaktive Regulierung langfristig gesichert werden, während gleichzeitig Innovationen im Bereich des digitalen Zahlungsverkehrs gefördert werden. Der Fokus liegt klar auf der Vermeidung systemischer Risiken durch unzureichend gedeckte digitale Vermögenswerte.