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Finanzplatz Vaduz: Neue Standards für die treuhänderische Krypto-Verwahrung
Liechtenstein konkretisiert die Regeln für die treuhänderische Verwahrung digitaler Vermögenswerte und stärkt damit den Finanzplatz Vaduz.
Der Finanzplatz Vaduz setzt einen weiteren Meilenstein in der Regulierung digitaler Vermögenswerte. Die zuständigen Aufsichtsbehörden haben neue Leitlinien zur Verwahrung von digitalen Assets durch Treuhandunternehmen veröffentlicht. Damit reagiert das Fürstentum auf das wachsende Bedürfnis nach rechtssicheren Lösungen für die langfristige Vermögensnachfolge und die treuhänderische Verwaltung von Krypto-Portfolios.
Stärkung des Anlegerschutzes durch klare Verwahrregeln
Im Kern der neuen Richtlinien steht die strikte Trennung von Eigen- und Kundenbeständen auf technischer Ebene. Treuhänder in Vaduz müssen künftig nachweisen, dass sie über robuste Multi-Signature-Lösungen und „Cold Storage“-Verfahren verfügen, die höchsten Sicherheitsstandards entsprechen. Diese Regulierung zielt darauf ab, Liechtenstein als weltweit führenden Hub für professionelle Krypto-Treuhandschaften zu positionieren.
Zusammenhang mit dem TVTG
Die neuen Vorgaben ergänzen das bestehende Token- und VT-Dienstleistergesetz (TVTG) und präzisieren die Anforderungen an die operative Sorgfaltspflicht. Insbesondere bei Erbfällen oder komplexen Stiftungsstrukturen, die digitale Vermögenswerte beinhalten, bietet der Standort Vaduz nun eine Rechtssicherheit, die in vielen anderen Jurisdiktionen noch fehlt. Dies zieht verstärkt Family Offices und institutionelle Investoren an, die ihre digitalen Bestände in einem stabilen und regulierten Umfeld verwaltet wissen wollen.